Sanfter Übergang zum Erwachsenenfutter
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Welpenfutter Umstellung: Der sanfte Übergang

Die Ernährung unserer vierbeinigen Freunde durchläuft verschiedene Phasen – besonders kritisch ist die Welpenfutter Umstellung vom Junghund zum erwachsenen Hund. Diese Übergangszeit ist entscheidend für die langfristige Gesundheit Ihres Hundes und sollte mit Bedacht angegangen werden. Warum die richtige Umstellung so wichtig ist, welche Nährstoffe in dieser Phase besonders zählen und wie der Prozess schonend gestaltet werden kann – all das erfahren Sie in diesem ausführlichen Ratgeber.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Welpenfutter Umstellung?

Die Frage nach dem idealen Zeitpunkt für die Futterumstellung beschäftigt viele Hundebesitzer. Grundsätzlich gilt: Die Welpenfutter Umstellung erfolgt nicht an einem bestimmten Tag, sondern ist ein Prozess, der sich über mehrere Wochen erstrecken kann. Entscheidend ist nicht allein das Alter des Hundes, sondern auch seine Rasse und Größe.

Bei kleinen Hunderassen ist die Entwicklung oft bereits mit etwa 9-10 Monaten so weit fortgeschritten, dass eine Umstellung auf Erwachsenenfutter begonnen werden kann. Mittelgroße Hunde benötigen häufig bis zu 12 Monate spezielles Welpenfutter, während große und sehr große Rassen teilweise bis zu 18-24 Monate als ernährungsphysiologische „Welpen“ gelten.

Der Zahnwechsel ist ein weiterer wichtiger Indikator: Wenn Ihr Welpe das Milchgebiss vollständig gegen die bleibenden Zähne ausgetauscht hat, ist dies oft ein Zeichen dafür, dass der Körper bereit für den nächsten Entwicklungsschritt ist. Beobachten Sie in dieser Zeit auch das Wachstum und die körperliche Entwicklung Ihres Hundes – die Wachstumsgeschwindigkeit nimmt deutlich ab, wenn der Hund sich dem Erwachsenenalter nähert.

Warum ist die schrittweise Welpenfutter Umstellung so wichtig?

Eine abrupte Änderung der Ernährung kann bei Hunden zu erheblichen Verdauungsproblemen führen. Das Mikrobiom im Verdauungstrakt hat sich auf eine bestimmte Nahrungszusammensetzung eingestellt, und die Enzymsysteme sind auf spezifische Nährstoffe kalibriert. Eine plötzliche Umstellung überfordert dieses fein abgestimmte System.

Die Folgen einer zu schnellen Futterumstellung können unangenehm sein:

  • Durchfall oder Verstopfung
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen und Bauchschmerzen

Um diese Probleme zu vermeiden, sollte die Welpenfutter Umstellung über mindestens 7-14 Tage erfolgen. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge des neuen Futters und erhöhen Sie den Anteil täglich, während Sie entsprechend die Menge des Welpenfutters reduzieren. Eine gute Faustregel ist, am ersten Tag 10% neues und 90% altes Futter zu geben und dieses Verhältnis dann täglich um etwa 10% zugunsten des neuen Futters zu verschieben.

Sollten während der Umstellung dennoch Verdauungsprobleme auftreten, verlangsamen Sie den Prozess oder konsultieren Sie Ihren Tierarzt.

Nährstoffunterschiede zwischen Welpen- und Erwachsenenfutter

Welpenfutter unterscheidet sich in mehreren wichtigen Aspekten von Erwachsenenfutter:

Energiegehalt: Welpenfutter ist energiereicher, um dem hohen Energiebedarf während des Wachstums gerecht zu werden. Erwachsenenfutter enthält weniger Kalorien, da ausgewachsene Hunde einen geringeren Grundumsatz haben.

Proteingehalt: Welpen benötigen mehr hochwertige Proteine für den Aufbau von Muskeln, Gewebe und Organen. Das Erwachsenenfutter enthält in der Regel einen etwas reduzierten, aber immer noch ausgewogenen Proteinanteil.

Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Für die Knochenentwicklung ist bei Welpen ein präzise abgestimmtes Verhältnis dieser Mineralien essentiell. Im Erwachsenenfutter ist dieses Verhältnis anders ausbalanciert, da der Knochenaufbau abgeschlossen ist.

Vitamine und Mineralstoffe: Die Konzentration bestimmter Vitamine und Spurenelemente ist im Welpenfutter höher, um das Wachstum optimal zu unterstützen.

Eine wichtige Erkenntnis für Hundebesitzer: Welpenfütterung für gesundes Wachstum ist essentiell, aber zu langes Füttern von Welpenfutter kann zu Übergewicht und Skelettprobleme führen, besonders bei großen Rassen. Umgekehrt kann eine zu frühe Umstellung auf Erwachsenenfutter Nährstoffmängel verursachen.

Die richtige Wahl des neuen Futters

Bei der Wahl des Erwachsenenfutters sollten Sie mehrere Faktoren berücksichtigen:

Junior-Futter als Zwischenschritt: Für viele Hunde, besonders größere Rassen, ist ein Junior-Futter eine ideale Brücke zwischen Welpen- und Erwachsenenfutter. Es berücksichtigt, dass der Hund zwar kein Welpe mehr ist, aber auch noch nicht vollständig ausgewachsen.

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Rassenspezifische Formeln: Viele Hersteller bieten spezielle Futtersorten für bestimmte Rassen oder Größenklassen an, die auf die typischen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Aktivitätslevel: Ein sehr aktiver Hund hat andere Ernährungsbedürfnisse als ein gemütlicher Couch-Potato. Wählen Sie das Futter entsprechend dem Energiebedarf Ihres Hundes.

Verträglichkeit: Achten Sie darauf, ob Ihr Hund bestimmte Unverträglichkeiten entwickelt hat. Manche Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Proteinquellen oder Getreide.

Qualität der Zutaten: Hochwertige Proteinquellen und gut verdauliche Kohlenhydrate sollten an erster Stelle der Zutatenliste stehen. Vermeiden Sie Produkte mit vielen Füllstoffen und künstlichen Zusätzen.

Praktische Tipps für eine erfolgreiche Welpenfutter Umstellung

Die Welpenfutter Umstellung betrifft nicht nur das reguläre Hauptfutter, sondern auch Snacks und Leckerlis. Hier einige praktische Tipps für einen reibungslosen Übergang:

Fütterungszeiten beibehalten: Ändern Sie während der Umstellungsphase nicht gleichzeitig die Fütterungszeiten oder die Anzahl der Mahlzeiten. Zu viele Veränderungen auf einmal können den Hund verwirren und stressen.

Wasserangebot optimieren: Stellen Sie immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung, besonders während der Futterumstellung. Das unterstützt die Verdauung und hilft dem Körper, sich anzupassen.

Snacks anpassen: Auch Leckerlis sollten altersgerecht sein. Wechseln Sie von speziellen Welpensnacks zu Belohnungen für erwachsene Hunde. Besonders Zahnpflegesnacks sind in dieser Phase sinnvoll, da sie den Zahnwechsel unterstützen.

Kauspielzeug anbieten: Der Übergang zum Erwachsenengebiss ist oft mit einem verstärkten Kaubedürfnis verbunden. Bieten Sie geeignete Welpen Kaustangen an, die den Zahnwechsel unterstützen und die Zahngesundheit fördern.

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Portionsgrößen anpassen: Mit dem Abschluss des Wachstums ändert sich auch der Kalorienbedarf. Achten Sie auf die empfohlenen Futtermengen des neuen Futters und beobachten Sie das Gewicht Ihres Hundes genau.

Dokumentieren Sie Veränderungen: Führen Sie während der Umstellungsphase ein kurzes Ernährungstagebuch. Notieren Sie, wie Ihr Hund auf das neue Futter reagiert, ob die Verdauung normal funktioniert und ob Verhaltensänderungen auftreten.

Spezielle Betrachtungen für verschiedene Hunderassen

Die Ernährungsbedürfnisse variieren je nach Hunderasse erheblich:

Kleine Rassen haben einen schnelleren Stoffwechsel und erreichen früher ihre endgültige Größe. Die Welpenfutter Umstellung kann hier oft schon mit 9-10 Monaten beginnen. Achten Sie auf Futter, das speziell für kleine Rassen konzipiert ist, mit kleineren Kroketten und angepassten Nährstoffprofilen.

Mittelgroße Rassen durchlaufen den Übergang meist mit etwa 12 Monaten. Hier ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, die weder zu energiereich noch zu energiearm ist.

Große und Riesenrassen wachsen deutlich länger und können bis zu 24 Monate für ihre vollständige Entwicklung benötigen. Bei diesen Rassen ist besonders auf einen kontrollierten Kalzium-Phosphor-Haushalt zu achten, um Skelettprobleme zu vermeiden. Die Umstellung sollte hier besonders behutsam und über einen längeren Zeitraum erfolgen.

Bei allen Rassen gilt: Beobachten Sie Ihren Hund genau und passen Sie die Futtermenge und -zusammensetzung bei Bedarf an. Ein gesunder Hund sollte eine schlanke Taille haben, und die Rippen sollten spürbar, aber nicht sichtbar sein.

Häufige Probleme und ihre Lösungen

Trotz sorgfältiger Planung können bei der Welpenfutter Umstellung Herausforderungen auftreten:

Problem: Verweigerung des neuen Futters
Lösung: Mischen Sie zunächst nur sehr kleine Mengen des neuen Futters unter das gewohnte. Erwärmen Sie das Futter leicht oder fügen Sie einen Teelöffel hochwertiges Öl oder etwas Nassfutter hinzu, um es schmackhafter zu machen.

Problem: Verdauungsstörungen
Lösung: Verlangsamen Sie den Umstellungsprozess. Statt über 7-10 Tage umzustellen, dehnen Sie den Zeitraum auf 2-3 Wochen aus. In einigen Fällen können probiotische Zusätze helfen, die Darmflora zu stabilisieren.

Problem: Gewichtsveränderungen
Lösung: Überprüfen Sie die Futtermenge und passen Sie sie gegebenenfalls an. Wiegen Sie Ihren Hund regelmäßig und konsultieren Sie im Zweifelsfall Ihren Tierarzt.

Bei anhaltenden Problemen ist es ratsam, einen Tierarzt oder Ernährungsberater für Hunde zu konsultieren. Manchmal kann ein Wechsel zu einer anderen Futtersorte oder sogar zu einer anderen Ernährungsform (z.B. Nassfutter statt Trockenfutter) sinnvoll sein.

Fazit: Die Welpenfutter Umstellung als wichtiger Meilenstein

Die Welpenfutter Umstellung ist ein bedeutender Schritt in der Entwicklung Ihres Hundes und verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Planung, Geduld und einem Auge für die individuellen Bedürfnisse Ihres Vierbeiners wird dieser Übergang zu einer positiven Erfahrung für alle Beteiligten.

Denken Sie daran: Die Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren für die langfristige Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes. Eine sorgfältig durchgeführte Futterumstellung legt den Grundstein für viele gemeinsame, gesunde Jahre. Weitere Informationen zur grundlegenden Ernährung von Welpen finden Sie in unserem Artikel Der richtige Start ins Hundeleben.

Mit dem richtigen Futter, der passenden Umstellungsstrategie und einem wachsamen Auge für die Reaktionen Ihres Hundes meistern Sie diese wichtige Phase mit Bravour und fördern die optimale Entwicklung Ihres treuen Begleiters.

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